Mode + Technik = #FASHIONTECH BERLIN

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The LilyPad Arduino was especially developed for Wearables; credit: Leah Buechley "LilyPad Arduino" (CC BY-SA-2.0) http://bit.ly/1Je0Np2

Am 5. Mai folgt nun die Fortsetzung der #FASHIONTECH BERLIN im Rahmen der re:publica. Die zweite Ausgabe der Wearable-Konferenz entstand aus der Zusammenarbeit der re:publica mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung/ Projekt Zukunft. Sie wird durch EFRE-Mittel kofinanziert. Vorangegangen war ein fulminanter Start der neuen Subkonferenz, die wir im Januar 2015 zusammen mit unseren Partnern PREMIUM und SEEK initiiert haben. Das eintägige Event verbindet Gadgets, Hacking und Mode und verschmilzt Technik und Design. Und das, was in den Sessions vermittelt wird, könnt ihr auch gleich im #FASHIONTECH Lab selbst ausprobieren: An allen drei Tagen der #rp15 gibt es dort Workshops, Talks, einen Speed Meeting-Event und Ausstellungen. Nach dem Ende der Subkonferenz dreht sich am 6. Mai im Lab alles um das Internet der Dinge (IoT), am dritten Tag geht um Wearables bei Fitness und Gesundheit.

Für ein breites Themenspektrum bringt die Subkonferenz Experten aus der Industrie, Wissenschaftler und Fashion-Designer zusammen. So dreht sich etwa die Session von Sara Bonomi vom 3D-Drucker-Hersteller formlabs um die "Zukunft des 3D-Drucks bei High-Impact-Wearables und Fashion". Im Workshop von formlabs im #FASHIONTECH Lab dürft ihr dann auch gleich Hand an den 3D-Drucker anlegen.

Do-it-yourself ist eine Facette, eine andere wäre die Mode und ihre Vermarktung – vor allem auch in der digitalen Sphäre. Hilfestellung gibt es in der Session "Digital Strategies for the Future of Fashion" von Tobias Ulmer von der Agentur WERBEWELT. Ebenso stehen bei "Community Power: From Ideation to Market" von Monika Kanokova oder auch bei Amin Zayanis IoT-Projekt und Talk "Insulin Angel: From Hobby Project to Commercialization" das erfolgreiche Testen in der Community, das Entwickeln von Strategien und der Markteintritt eines Wearables im Vordergrund.

Eine weitere Facette von Wearables sind die Daten, die erhoben werden: Einerseits erklärt die Innovationsstrategin Heather Moore unter dem Titel "Wearable Noir" den Aspekt der Privatsphäre in einer CCTV-überwachten Umgebung. Sie zeigt auf, wie sich UserInnen mit Wearables und anderen Taktiken dagegen schützen können und selbst kontrollieren, was von ihnen erfasst wird. Andererseits klärt Thorsten Deutrich von der Web- und Sicherheits-Firma GlobalDots in der Session "Wearables, Realtime Big Data and the Cloud" über mögliche Sicherheitsrisiken und Attacken bei Wearable-Projekten in Verbindung mit dem Internet der Dinge (IoT) auf. Er stellt Dienste vor, die User beim Kreieren von Wearables beachten sollten und auf welche Arten die Privatsphäre des Wearable-Trägers immer gewährleistet werden können.

Gebastelt wird auch im Workshop (und Talk) von Nicholas Caporusso, CEO von Intact healthcare. Er hat den dbGLOVE entwickelt. Dieser Datenhandschuh speziell für Blinde und Taubblinde ermöglicht es ihnen, des Braille- und das Malossi-Alphabet digital zu übersetzen. So können sie per Touch auf dem Smartphone kommunizieren und mit anderen in Kontakt treten. Im praktischen Teil werden Grundlagen von Malossi vermittelt und verschiedene Applikationen für den Datenhandschuh erforscht.

Ähnlich zur Sache geht es bei der Session und dem Workshop von Tobias Eichenwald, Mitgründer und CEO von senic. Das Hardware-Startup erlangte letzten Winter einige Aufmerksamkeit mit dem programmierbaren drahtlosen Controller senic dial, der durch sein Design und User Experience besticht. Dreht Workshop dreht sich um die Grundlagen von IoT, um die wichtigen Aspekte Design und UX und praktische Anwendungen des senic dial.

Die alles richtet sich natürlich nicht nur an Bastler und Experten aus der Branche. Wer erst einmal in das Themenspektrum rund um Fashion und Technologie hineinschnuppern möchte, dem sei die Session von Lisa Lang ans Herz gelegt. Die Gründerin und CEO der Agentur ElektroCouture, will Wearables für jede und jeden umsetzen und gibt eine Einführung mit ihrem Talk "Can You Explain FashionTech to Me?".

Weitere Themen in den Sessions sind unter anderem nachhaltige Stoffe in der Mode von Mike Betts von der Agentur AKQA, feministische Mode im Netz von Autorin und Bloggerin Ninia Binias oder auch wie das individualisierte "Curated Shopping" beim Online-Service Kisura mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zustande kommt.

Mehr Programm-Sessions und Aktivitäten im #FASHIONTECH Lab findet ihr in den nächsten Tagen bei Sessions unter dem Track "FASHIONTECH" sowie in der Suchmaske mit dem Tag "Fashion". Schaut hinein, es lohnt sich!

Generelle Infos zur neuen Subkonferenz (und Tickets) findet ihr hier.

Bildanchweis: Leah Buechley "LilyPad Arduino" (CC BY-SA-2.0)

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