Digitales Europa – analoges Urheberrecht: Wie schaffen wir die Wende?

Politics & Society
re:publica 2015

Kurzthese: 

"Die derzeitige EU-Richtlinie zum Urheberrecht stammt aus dem Jahr 2001, aus einer Zeit vor YouTube und Facebook", sagt Julia Reda, Europaabgeordnete und Berichterstatterin des Initiativberichts des Europäischen Parlaments zur Evaluation der Urheberrechtsrichtlinie von 2001. Die Richtlinie sei zwar damals dazu gedacht gewesen, Urheberrecht an das digitale Zeitalter anzupassen, in Wirklichkeit behindere sie aber den grenzüberschreitenden Austausch von Wissen und Kultur.

Beschreibung: 

Dieser grenzüberschreitende Wissenstransfer ist im 21. Jahrhundert von großer Bedeutung. Deshalb bedarf es klarer und möglichst einheitlicher Regelungen, damit Urheberinnen und Urheber, Verwerterinnen und Verwerter sowie Nutzerinnen und Nutzer wissen, was sie dürfen – und was nicht.

Julia Reda fordert dafür ein europäisches Urheberrecht, das Grundrechte achtet und innovativen Diensten für den Onlinezugang zu Kultur keine Steine in den Weg legt. Technisch überholte und von Land zu Land unterschiedliche Urheberrechtsregeln seien eine unverhältnismäßige Hürde für alltägliche Handlungen im Internet.

Die Europaabgeordnete legt daher mit ihrem Bericht auch eine Reformagenda für die Überarbeitung des EU-Urheberrechts vor, aber stößt damit nicht nur auf Beifall: Kritiker sehen das komplette Prinzip des Urheberrechts untergraben oder gar die kulturelle Vielfalt Europas beeinträchtigt.

Die Diskussion um ein europäisches Urheberrecht ist also im vollen Gange. Seid dabei und gestaltet die europäische digitale Gesellschaft von morgen mit!

 

Präsentiert vom Europäischen Parlament / Informationsbüro in Deutschland.

STG-4
Dienstag, 5. Mai 2015 - 12:15 bis 13:15
Deutsch
Vortrag
Fortgeschrittene

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Speakers

Mitglied des Europäischen Parlaments
Freier Journalist