Cognitive Computing & Schule
Kurzthese:
Beschreibung:
Mit Cognitive Computing ergeben sich sowohl für die Lehrer als auch für die Schüler noch einmal neue Möglichkeiten und auch Fragestellungen. Die Integration von Cognitive-Computing-Assistenten in den Unterricht bedeutet nicht nur ein anderes Lernen. Der Schüler eignet sich auch eine wichtige neue Kulturtechnik an, die er für einen Beruf der Zukunft brauchen wird: die Kommunikation und Zusammenarbeit mit einem künstlichen kognitiven System. Um dahin zu gelangen, ist es noch ein weiter Weg. Dafür ist eine komplette Überarbeitung der bisher üblichen Wissensvermittlung notwendig - und zwar auf sehr fundamentaler Ebene.
Themenkomplexe, die sich für Cognitive Computing in der Schule ergeben, sind:
- Welches Einzelwissen muss sich ein Schüler noch erarbeiten und mit welchem Ziel? Welche Rolle spielen zum Beispiel Gedächtnistrainings?
- Was und wie wird benotet? Wie sehen Prüfungen aus, in denen der Cognitive-Computing-Assistent benutzt werden kann, wie heute der Taschenrechner?
- Welche Zusatzqualifikationen brauchen Lehrer, die Cognitive Computing im Unterricht verwenden wollen/sollen?
- Wie erkennen Cognitive-Computing-Systeme die individuellen(!) Lernschwächen und –stärken eines Schülers, um personalisierte Lernformate anzubieten?
- Fragen des Menschenbildes angesichts der Übernahme von bisher generisch menschlichen, nämlich intellektuellen Tätigkeiten durch Maschinen: welches sind die Aufgaben, die uns noch bleiben und welche Kompetenzen werden noch gebraucht?
